Die Betreffzeile im Anschreiben ist das Erste, was ein Personaler liest -- noch vor der Anrede und der Einleitung. Sie muss auf einen Blick zeigen, worum es geht: auf welche Stelle du dich bewirbst und ggf. unter welcher Referenznummer. Trotzdem machen viele Bewerber hier Fehler: zu lang, zu vage oder falsch platziert. Auf dieser Seite erfährst du, wie du die Betreffzeile korrekt formulierst, wo sie nach DIN 5008 hingehört und welche Varianten für verschiedene Bewerbungssituationen passen. Den vollständigen Anschreiben Aufbau findest du auf der verlinkten Seite.
Was gehört in die Betreffzeile?
Eine gute Betreffzeile enthält drei Informationen:
1. Das Wort "Bewerbung" oder "Bewerbung als". Damit ist sofort klar, worum es sich handelt. "Bewerbung" ist dabei kein Pflichtbegriff nach DIN 5008, aber branchenübergreifend der Standard.
2. Die genaue Stellenbezeichnung. Übernimm die Bezeichnung exakt so, wie sie in der Stellenanzeige steht. Wenn die Anzeige "Sachbearbeiter/in Buchhaltung (m/w/d)" schreibt, verwende genau diesen Wortlaut.
3. Die Referenznummer (falls vorhanden). Viele Unternehmen vergeben Kennziffern für ihre Stellenausschreibungen. Wenn eine Referenz angegeben ist, gehört sie in die Betreffzeile. Das erleichtert die interne Zuordnung.
Beispiele für Betreffzeilen
Standardbewerbung
- Bewerbung als Projektmanagerin -- Ref. 2026-0847
- Bewerbung als Sachbearbeiter Einkauf (m/w/d)
- Bewerbung als Fachinformatiker für Systemintegration
Ohne Referenznummer
- Bewerbung als Marketing Manager
- Bewerbung als Gesundheits- und Krankenpflegerin
- Bewerbung als Werkstudent im Bereich Controlling
Initiativbewerbung
Bei einer Initiativbewerbung gibt es keine ausgeschriebene Stelle. Die Betreffzeile sollte trotzdem klar machen, worum es geht:
- Initiativbewerbung als Softwareentwickler
- Initiativbewerbung -- Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung
Praktikum und Abschlussarbeit
Für ein Praktikum oder eine Bachelorarbeit nennst du zusätzlich den gewünschten Zeitraum:
- Bewerbung um ein Praktikum im Bereich Personalwesen -- April bis September 2026
- Bewerbung um eine Bachelorarbeit im Bereich Logistik -- Ref. BA-2026-05
E-Mail-Bewerbung
Bei einer E-Mail-Bewerbung steht die Betreffzeile im E-Mail-Betreff. Halte sie besonders kurz und präzise, da E-Mail-Programme den Betreff oft abschneiden:
- Bewerbung als Vertriebsleiter -- Max Mustermann
- Bewerbung als Erzieherin (Ref. KiTa-2026-03) -- Lisa Maier
Formatierung nach DIN 5008
Die DIN 5008 gibt klare Regeln für die Platzierung und Gestaltung der Betreffzeile:
Position: Der Betreff steht nach dem Anschriftfeld und dem Datum, aber vor der Anrede. Nach DIN 5008 beginnt der Betreff in Zeile 1 des Textfeldes (ab 97,4 mm vom oberen Blattrand).
Formatierung: Der Betreff wird fett gesetzt, um ihn visuell vom restlichen Text abzuheben. Er wird ohne das vorangestellte Wort "Betreff:" geschrieben -- das gilt seit Langem als veraltet.
Zeilenabstand: Nach der Betreffzeile folgen zwei Leerzeilen, bevor die Anrede beginnt.
Länge: Idealerweise passt der Betreff in eine Zeile. Maximal zwei Zeilen, wenn Stellenbezeichnung und Referenznummer zusammen zu lang sind. Mehr Details zum korrekten Format und zu den Seitenrändern findest du auf den verlinkten Seiten.
Typische Fehler bei der Betreffzeile
"Betreff:" voranstellen. Das Wort "Betreff:" oder "Betrifft:" vor der eigentlichen Zeile ist veraltet und nach DIN 5008 nicht vorgesehen. Schreibe direkt "Bewerbung als...".
Zu vage formulieren. "Bewerbung" allein reicht nicht. Ohne Stellenbezeichnung kann die Personalabteilung dein Schreiben nicht zuordnen, besonders wenn das Unternehmen mehrere Stellen gleichzeitig ausschreibt.
Falsche Stellenbezeichnung. Übernimm die Bezeichnung wörtlich aus der Anzeige. "Bewerbung als Buchhalter" ist problematisch, wenn die Ausschreibung "Finanzbuchhalter (m/w/d)" lautet.
Referenznummer vergessen. Wenn die Anzeige eine Referenz nennt, gehört sie in den Betreff. Fehlt sie, muss die Personalabteilung manuell zuordnen -- und das ist ein vermeidbarer Nachteil.
Zu lang. Alles, was über zwei Zeilen hinausgeht, ist zu viel. Halte die Betreffzeile knapp. Details und Motivation gehören in die Einleitung.
Datum oder Ort in die Betreffzeile schreiben. Das Datum und der Ort stehen im Anschreiben an einer separaten Stelle -- nicht im Betreff.
Betreffzeile vs. E-Mail-Betreff
Bei einer Online-Bewerbung oder E-Mail-Bewerbung gibt es zwei Stellen für den Betreff:
Im E-Mail-Betreff: Kurz und scanbar. Nenne Stellenbezeichnung, deinen Namen und die Referenznummer. E-Mail-Programme zeigen oft nur 40 bis 60 Zeichen an -- die wichtigsten Informationen gehören an den Anfang.
Im Anschreiben-PDF: Hier gelten die gleichen Regeln wie bei einer postalischen Bewerbung. Der Betreff steht fett vor der Anrede.
Beide Betreffzeilen sollten inhaltlich übereinstimmen. Widersprüche zwischen E-Mail-Betreff und Anschreiben-Betreff wirken unaufmerksam.
Häufige Fragen zur Betreffzeile im Anschreiben
Schreibt man "Betreff:" vor die Betreffzeile?
Nein. Das Wort "Betreff:" ist veraltet und nach DIN 5008 nicht mehr üblich. Schreibe direkt die Stellenbezeichnung, zum Beispiel: "Bewerbung als Projektmanagerin -- Ref. 2026-0847". Für weitere Regeln zur DIN 5008 lies unsere separate Seite.
Wird die Betreffzeile fett geschrieben?
Ja. Die Betreffzeile wird fett formatiert, um sie optisch vom restlichen Text abzuheben. Das ist nach DIN 5008 der Standard und hilft dem Leser, die Zuordnung sofort zu erkennen. Details zu Schriftart und -größe findest du unter Anschreiben Formatierung.
Was schreibe ich in den Betreff einer Initiativbewerbung?
Beginne mit "Initiativbewerbung" gefolgt von der angestrebten Position oder dem Fachbereich. Beispiel: "Initiativbewerbung als Softwareentwickler" oder "Initiativbewerbung -- Bereich Marketing und Kommunikation". Weitere Tipps findest du unter Initiativbewerbung Anschreiben.
Gehört das Eintrittsdatum in die Betreffzeile?
In der Regel nein. Das Eintrittsdatum gehört in den Schlusssatz des Anschreibens. Ausnahme: Bei Praktika oder Werkstudentenstellen, wo der Zeitraum ein zentrales Kriterium ist, kann er ergänzt werden -- zum Beispiel: "Bewerbung um ein Praktikum im Bereich HR -- September 2026 bis Februar 2027".
Muss die Betreffzeile den Genderstern enthalten?
Wenn die Stellenanzeige eine bestimmte Schreibweise verwendet (m/w/d, Genderstern, Doppelpunkt), ist es sinnvoll, diese in der Betreffzeile zu übernehmen. Das zeigt, dass du die Anzeige aufmerksam gelesen hast. In der Praxis reicht es aber, die Stellenbezeichnung wörtlich zu übernehmen und auf zusätzliche Geschlechterbezeichnungen zu verzichten.
Wo finde ich die Referenznummer?
Die Referenz- oder Kennziffer steht in der Stellenanzeige, meist am Anfang oder am Ende. Sie kann verschiedene Bezeichnungen haben: "Ref.", "Kennziffer", "Job-ID", "Stellennummer" oder ähnlich. Wenn keine Nummer angegeben ist, lasse sie in der Betreffzeile weg. Prüfe auch, ob der Briefkopf und die Adresse korrekt sind, bevor du absendest.